Sonntag, 14. Januar 2018

Round Robin 2018

Das ist mein erster Round Robin und ich bin entsprechend gespannt, wie es laufen wird. Bee-erfahren bin ich ja, aber ein Round Robin ist noch mal was anderes. Schließlich sehe ich erst im nächsten Jahr, was alle Mitnäherinnen aus meiner Idee gemacht haben. Allerdings kommt auch jeden Monat eine Idee zu mir, die ich mir zu eigen mache und interpretiere. Und zwar so, dass meine Arbeit auch dem Ideenlieferant gefällt. 12 Herausforderungen, ich freue mich drauf.

Ich habe lange hin- und her überlegt und bin schließlich bei Flying Geese gelandet. Ich finde, der Block oder die Blockaufgabe bietet eine Menge Spielraum. Und dann hat mir gefallen, dass mein Quilt durch Deutschland zieht, einem Vogelflug gleich, auch hin und wieder zurück, so dass man da eine Verbidnung von Idee und Art sehen kann. (– Also ich zumindest).

Um die Idee zu starten, näht jede Teilnehmerin einen Centerblock. Ich will als einzigen runden oder kurvigen Vogelflug meinen Circle of Geese Block haben. Der ist zwar fertig, aber ich werde ihn am Ende der Reise noch einmal nähen, denn ganz zufrieden bin ich nicht. Ich habe den Block nämlich nicht mit Paperpiecing genäht, was ein Fehler war. So habe ich eine Spitze abgeschnitten und das gefällt mir nicht. Und wenn ich mir für dieses Jahr etwas vorgenommen habe, dann meine dumme Aversion gegen Paperpiecing zu überwinden. Es kann ja auch gut sein, dass die eine oder andere Aufgabe im Round Robin gar nicht ohne PP auskommt. Und dann kann ich es am Ende der Zeit perfekt und mache mich noch mal an die Arbeit. Hier sind aber erst einmal die Bilder von meinem Block, wie ernun auf die Reise gehen wird:




Donnerstag, 11. Januar 2018

Something with Red Quilt

So heißt der jetzt und es geht gut voran. Am Wochenende habe ich die Rückseite genäht und das Sandwich gesteckt. Ich wollte eigentlich die Rückseite auch aus Reststücken nähen, aber dann habe ich nichts zusammengebracht, was groß genug gewesen wäre. Ich habe aber noch dieses große Stück  mit Kreisen in Grau Beige und Schwarz gehabt, das ich nicht einmal hätte zuschneiden müssen. Allerdings war mir das dann zu langweilig und ich habe doch noch zum Rollschneider gegriffen. War das jetzt eine gute Entscheidung? Ganz sicher bin ich mir nicht.

Als ich endlich Fotos machen konnte, war das Tageslicht schon weg und meine Fotos werden dann nicht mehr gut. Aber damit man sehen kann, wie es läuft, zeige ich sie doch:



Sonntag, 7. Januar 2018

Bee Germany 2018

"Was man hat, hat man", habe ich mir gedacht und mich gleich an die erste Aufgabe im Bee Germany gemacht. Nächste Woche ist mein Weihnachtsurlaub zu Ende und die Zeit zum Nähen wird wieder knapp.
Johanna näht sich einen Medaillonquilt und hat ganz verschiedene Aufgaben verschickt. Ich bekam Flying Geese und war nach der guten alten aufwendigen Methode, die ich gern und in aller Ruhe erledigt habe. Wie schön die grünen, blauen und türkisfarbenen Stoffe nun aussehen! Ich hoffe, Johanna ist mit meinen Blöcken zufrieden.



Donnerstag, 4. Januar 2018

Eine witzige Geschichte - Nachtrag zu 2017-2

Stell dir vor, du hast ein Nadelkissen, dass mindestens seit  den letzten fünf Jahren in deinem Gebrauch ist. Es steckt voll mit all den Nadeln, die du absolut immer brauchst, plus ein bis zwei Nähnadeln, die schon ungefähr 50 Meter Binding heften auf dem Buckel haben. Dazu stecken noch ein paar Sicherheitsnadeln drin, man weiß ja nie. Der Stoff des Kissens ist schon schwer löchrig und du hast insgeheim schon öfter gedacht, dass es nicht mehr lange heil bleiben wird. Und das macht traurig, denn die Stoffe, die du damals verwendet hast, gibt es vielleicht nicht mehr.

Genau das ist mein Nadelkissen und ich hatte es an den zwei Tagen der "Kultüren" im Oktober bei unserer Quiltausstellung dabei. Irgendwann rief mich jemand zu kommen, es interessiere sich eine Dame für mein Nadelkissen! Ist ja 'nen Ding, da hängen jede Menge wunderschöne Quilts in der Ausstellung, es gibt tolle Kissen und Taschen, Schlüsselanhänger, Tischläufer und Reissverschlusstäschchen, und es interessiert sich jemand für mein Nadelkissen?!

"Ich kann Ihnen mein Nadelkissen nicht verkaufen, es ist alt und fast kaputt und - ich liebe es, ich würde es niemals hergeben!" sage ich zu der Dame. "Müssen Sie auch nicht," sagt die Dame, "nähen Sie mir auch so eines, ich möchte es für mein Sofa!" "Es ist ein Nadelkissen!", antworte ich etwas irritiert. " Vor allem ist es ein Kissen und es ist zum knuddeln,"sagt die Damen, "und genau das will ich mit dem Kissen tun! Wie sieht's aus, nähen Sie mir eines?"

Na klar, habe ich gemacht. Und die meisten Stoffe hatte ich sogar auch noch. Nun ist es fertig, etwas früher als es geplant war, und als ich der Dame davon erzählt habe, hat sie sich arg gefreut! Nächste Woche geht es zu ihr zu ihr in die Post!




Mittwoch, 3. Januar 2018

Bee Germany 2017

Dieser Post könnte ebenso gut "Nachtrag 2" heißen, denn diese beiden Drunkyards Path Blöcke gehören noch ins Jahr 2017 und waren die letzte Aufgabe im Bee Germany. Johanna hat sie sich gewünscht und diese wundervollen roten Stoffe verschickt. Es war mir ein Vergnügen.

Das letzte Bee Germany Jahr war recht lässig, denn wir waren nur mehr zu sechst, also alle zwei Monate war eine Aufgabe zu nähen. Das Gute daran war, dass man sich durchaus 2 oder sogar noch mehr Blöcke wünschen konnte. Im neuen Jahr sind wir wieder zu zwölft (!). Wir nähen ja schon so lange zusammen, dass da auch mal jemand aussteigt, ist verständlich. Dass wir aber ruckzuck wieder aufstocken konnten, dass hat mich doch erstaunt und gefreut. Ich freue mich auf das neue Jahr mit neuen Aufgaben und neuen Näherinnen in unserem altehrwürdigen Bee Germany!



Dienstag, 2. Januar 2018

Nachtrag zu 2017 (1)





Ich habs ja schon gemerkt, einige Dinge, die ich im vergangenen Jahr genäht habe, habe ich nicht gepostet. Schade! Aber ich will es nachholen!
Dieses Kissen habe ich als Weihnachtswichtel für Verena genäht. Ich wollte Stoffe nehmen, die sie in Ihrem Laden garantiert nicht hat und die dann auch noch ihre Lieblingsfarben haben. Gar nicht so leicht. Bei der Idee habe ich mich dann auf mich selbst verlassen und mich für Kreise entschieden. Die habe ich nun endlich mal mit Vlies unterfüttert, mit dem ich Verena mindestens das letzte Jahr genervt habe und immer mal wieder (wirklich wahr, ich habe drei Abschnitte von Bügelvlies in meinem Regal gefunden!) bei ihr gekauft habe. Es ist wie mit vielen Dingen: Haben allein genügt nicht, man muss ach etwas damit anfangen können - und das ging gut! Die Kreise habe ich mit Zickzackstich auf ein altes Leinen appliziert, dass ich mal auf der Dult gekauft habe. Ein toller Stoff ist das, nicht zu fest, damit man damit kuscheln kann, aber auch nicht zu weich, damit das Kissen einen guten Stand hat.
Das Quilting ist von Hand mit rotem Stickgarn gemacht, weil ich so viel Mühe wie möglich in das Geschenk stecken wollte. 
Das Binding ist aus verschiedenen Stoffen der Kreise zusammengefügt und zur Rückseite kann ich eigentlich nichts mehr sagen, "meine" Rückseite eben!
Inzwischen ist das Kissen längst verschenkt und ich hoffe, Verena hat Spass damit. Ihren Geschmack habe ich damit, wie es beim Auspacken ausgesehen hat, getroffen!

Sonntag, 31. Dezember 2017

Großer Tusch …


… auf 2017! Das hier ist ein mein Output in Sachen Nähen – ich bin zufrieden mit mir! - Einerseits, denn andererseits habe ich gerade festgestellt, dass ich längst nicht alles fotografiert habe, was ich genäht habe. Das muss sich wieder ändern!
Aber jetzt verabschiede ich das schon fast vergangene Jahr erst einmal gescheid mit meiner Familie und freue mich auf das Neue Jahr 2018! Viel Spass uns allen an neuen Projekten in jeder Größe, ich freue mich, wenn Ihr wieder bei mir vorbeischaut!

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Irgendwas mit Rot

Beim Aufräumen meines Nähzimmers ist mir klar geworden, wie viele Stoffe ich über die Jahre gebunkert habe! Das sind Schätze, schon klar. Aber doch eigentlich nicht dafür gemacht, in Boxen aufbewahrt zu werden. Zumal ja klar ist – ich bin damit auf jeden Fall klar – dass immer neue Stoffe nachrücken. Ich kann an den "Neuen" nicht vorbeigehen. Selbst wenn ich mich zurückhalte, landen immer ein paar kleine Fat Quarter-Päckchen in meiner Handtasche.

Besonders voll ist meine Box mit roten Stoffen, und eigentlich hatte ich vor einen Quilt wie diesen in Rottönen zu nähen, aber dann kam mir eine andere Idee:


Ich will den Quilt in Blöcken zu immer neun Quadraten nähen und habe dann tatsächlich einen Block mit einem Stern in der Mitte, den ich schon einmal ausprobiert habe.


Die Sterne sollen aus Neutrals entstehen, da hab ich auch ein bisschen was in meiner Sammlung. Und ich denke, das Konzept geht auf! Der Quilt wird schön (fast ein bisschen weihnachtlich!) und meine roten Stoffe werden weniger … etwas.

Dienstag, 12. September 2017

Ich hab ja ein bisschen aufgeräumt …

… und dabei ist mir ein EPP-Anfang in die Finger gekommen, der es wirklich wert war, fertig gestellt zu werden. Ich wusste aber auch gleich, warum ich da nicht weiter gemacht hatte. Der weiße Stoff ist wirklich hart zu bearbeiten. Er gibt zwar jetzt dem Kissen eine schöne Festigkeit, aber beim Nähen, besonders beim Heften des Bindings habe ich mich ganz schön geplagt. Aber es hat sich gelohnt, wie ich finde. Und es sind meine Lieblingsstoffe von Denyse Schmidt, die mir mal wieder so viel Spaß gemacht haben!





Samstag, 9. September 2017

Stell Dir mal vor ...

... Du hast ein paar Tage Zeit und eine Menge Stoffe, mit denen du nichts mehr so richtig anzufangen weißt. Du siehst irgendwo im Netz ein Bild und hast eine Idee für einen Quilt und ... los gehts: Zuerst die Stoffauswahl:

Es gibt Massen von türkisfarbenen Stoffen und eine große Liebe zur Kombi mit Grün und Blau. Das Ganze in kräftig und hell und schon ist eine schöne Farbkombination beisammen. Es geht ans Zuschneiden:


Streifen um Streifen in 8,5" x 3" oder 2" und natürlich: Vorher das Bügeln nicht vergessen:

Du hast alle Streifen zugeschnitten, und hast  nicht nur ne Menge Stress abgebaut, sondern auch schon ein ganz schönes Stück Arbeit geschafft und kannst dich nun an das Schönste machen. Streifen an Streifen zusammennähen, und dann Bahn an Bahn. Die Nahtzugaben immer ausseinanderbügeln, das macht das Quilten später einfacher!


Vielleicht hast Du noch größere Stoffstücke, die in der Farbe passen, aber nicht mehr so richtig in Deine Pläne. Die kannst Du jetzt perfekt für die Rückseite nutzen. Vliess drüber, Top obendrauf, mit Sicherheitsnadeln fixieren und ab damit unter die Nähmaschine. Du kannst Kurve um Kurve nähen und dich noch mal richtig an den schönen Stoffresten freuen, die jetzt auf einmal wieder viel attraktiver erscheinen, als Du sie noch in Erinnerung hattest. Vor allem, wenn Du sie mit ein paar noch ganz neuen Mustern und Liebelingsstoffen kombiniert hast.


Schließlich hast Du die letze Kurve gequiltet und es fängt schon ein bisschen an in Dir zu kribbeln, weil Du weißt, lang ist es nicht mehr hin zum fertigen Quilt. Also das gute Stück auslegen und überstehende Rückseite und Vliess zurückschneiden. Du betrachtest Dein Werk und bist schon sehr zufrieden. Welches Binding passt denn nun?


Du entscheidest Dich für Rot. Beim Suchen in der Kiste mit den roten Stoffen denkst Du Dir: "Ich habe verdammt viele rote Stoffe, da könnte ich ja ..." Aber erst einmal diesen fertig machen. Der rote Stoff ist gefunden und das Binding zugeschnitten, aneinandergenäht und zurechtgebügelt.



Dann heften und zurück an die Nähmaschine. Seite um Seite wird festgesteckt und kurz darüber nachgedacht, dass man gerade fast sieben Meter Binding annäht. Das ist ein gutes Stück! Vor allem, wenn man sich entschließt, es anschließend und abschließend mit der Hand anzunähen. Allerdings ist das nun auch wieder eine besonders schöne Handarbeit. Am besten kochst Du Dir einen Kaffee, machst ein Hörbuch an oder "hörst" einen Film und kommst Stich für Stich dem fertigen Quilt ein Stückchen näher. 
Und schließlich ist es geschafft:
 





... und noch einen Tipp: Hör nicht hin, wenn Dein Mann mal wieder sagt" Die Rückseite gefällt mir eigentlich viel besser!"